Herzerkrankungen kommen leider auch bei Hunden und Katzen recht häufig vor.
Erste Anzeichen dafür sind: verminderte Bewegungsfreude, geringere Ausdauer, Kurzatmigkeit, Hitzeintoleranz; Unruhe in der Nacht, besonders in den frühen Morgenstunden; bei Anstrengung oder Aufregung bläuliche Zunge und / oder Husten. Der Husten ist typischerweise „tief“ und unproduktiv, „als würde ein Haar in der Luftröhre stecken“. Dieser Husten tritt nicht kontinuierlich auf (wie etwa bei einer Lungenerkrankung), sondern tageweise, mit oft wochenlangen hustenfreien Intervallen (meist in Abhängigkeit vom Wetter).
Besonders ältere Hunde kleiner Rassen sind häufig betroffen. Bei diesen Tieren ist meist eine Erst-Diagnose durch den Haustierarzt möglich, weil bei 95% der Kleinrassen ein Herzklappendefekt (Mitralisendokardiose) vorliegt. Hunde großer Rassen und Katzen leiden häufig unter Erkrankungen des Herzmuskels selber, was eine Diagnose durch „Abhören“ (Auskultation) erschwert.
Die endgültige Diagnose der Art und Schwere einer Herzerkrankung stellt der Veterinär-Kardiologe mit dem Farbdoppler (Herzultraschall). Dies erfordert eine Überweisung; weil Herzultraschall nicht nur einen recht hohen technischen Aufwand erfordert, sondern vor allem auch eine gewaltige Erfahrung.
Wir sind froh, dass es ab sofort eine verlässliche (und leider recht teure) Blutuntersuchung für Hunde und Katzen gibt, die diese Erst-Diagnose erleichtert. Sie gibt uns sichere Auskunft über das Vorhandensein, nicht aber über die Art einer Herzerkrankung, weshalb sie eine Ultraschall-Untersuchung nicht ersetzen kann.
