Viele vorgestelle Augenerkrankungen sind bei rechtzeitiger Therapie gut heilbar und gefährden weder das Auge noch den Sehsinn. Darüber darf man aber nicht vergessen, dass gerade Augenerkrankungen, und sei es eine „harmlose“ Bindehautentzündung, erhebliche Irritation und Schmerzen verursachen kann. Wenn Ihr Haustier ein Auge stärker zukneift als das andere, dieses vielleicht auch noch „rinnt“, ist das ein Zeichen von Irritation oder Schmerz.
Sind ein oder beide Augen stärker gerötet als normalerweise, sollten Sie auch einmal an einen erhöhten Augeninnendruck (Grüner Star oder Glaukom) denken. Besonders, wenn sich Ihr Hund oder Ihre Katze immer wieder am Auge „kratzen“ will, mit der Pfote über die Augen wischt oder das Auge am Boden reibt, besteht begründeter Verdacht. Dieser Verdacht erhärtet sich, wenn Sie das Gefühl haben, dass das Tier vorübergehend, teilweise oder ganz blind ist. In diesem Falle sollten Sie sofort Ihren Tierarzt aufsuchen, weil zu hoher Augeninnendruck in recht kurzer Zeit die Netzhaut schädigt und zur andauernden Erblindung führt.
Dann messen wir mit einem hochempfindlichen Gerät (Tonopen) den Augeninnendruck. Diese völlig schmerzlose Untersuchung ist bei allen Veränderungen des Auges wichtig, die mit Rötung oder Irritation einhergehen.
Mittels geeigneter Medikamente kann man diese Gefahr weitgehend bannen, allerdings sind Kontrollen nötig. Für den Fall, dass sich der Innere Augendruck nicht kontrollieren lässt, gibt es auch Operationen, die Abhilfe schaffen. In jedem Fall ist aber Früherkennung wichtig, um den Sehsinn erhalten zu können.
Weiterführende Untersuchungen oder Operationen am oder in der Umgebung des Auges führt ein ausschließlich auf das Auge spezialisierter Tierarzt in unserer Praxis durch.
